Agentur-Dienstleistung-Bodennährstoffanalyse  

Kleine Bodenkunde

pH-Wert

Ein pH-Gehalt zeigt die Bodenreaktion und Bodenaktivität wie z.B. die Nährstoffverfügbarkeit des Bodens. Der Säuregehalt des Bodens wird durch den pH-Wert (pondus Hydrogenii) gemessen. Verschiedene Säuren entstehen auch bei der Auflösung von Düngemittel im Boden. Der pH-Wert einer Bodenlösung gibt an, wie viel freie Hydronium-Ionen in einem Liter Boden enthalten sind.

pH-Wert

Um den gewünschten pH-Wert zu erreichen Bedarf es entweder einer Aufkalkung oder einer Einarbeitung eines Torf- / Sandgemisches. Die pH-Messung kann schnell an Ort und Stelle durch Indikatorstäbchen oder mit einem pH-Meter durchgeführt werden. Auch durch Entnahme von Bodenproben wird standardgemäß der pH-Gehalt in Laboratorien analysiert.


Bodenarten

Ein Boden unterliegt ständiger Veränderung durch Einflüsse wie Luft, Wasser, Sonne, Temperatur, Frost, Bewuchs, Aktivität der Bodenlebewesen und natürlich Bearbeitung durch den Menschen. Die Bodenstruktur wird nach dem Anteil der Korngröße eingeteilt. Es gibt 3 Arten von Böden: leichte, mittlere und schwere.

Leichte Böden (z.B. Sandböden)

Eigenschaften: nährstoffarm und durchlässig, fast keine Wasserspeicherung, Nährstoffe werden schnell abgespült, erwärmt sich sehr schnell, einfach zu bearbeiten

Bodenverbesserung durch Zugabe von Kompost, Substraten, Torf und lehmigem Boden

Mittelschwere Böden (z.B. Schluff-, Humus-, und Lößböden)

Eigenschaften: bei richtiger Bewässerung keine Probleme, Humus und Nährstoffgehalt sehr gut, Verhältnis Sand, Humus und Tonbestandteile für den gärtnerischen Bedarf optimal, gute Bodenerwärmung

Bodenverbesserung durch regelmäßige Beimischung von organischen Substanzen und Düngezugaben, Kalkungen und Aufharken der oberen Bodenschicht. Der Humus wird durchsetzt mit zahlreichen Kleinstlebewesen wie Bakterien, Erdalgen, Pilzen, Milben, Amöben, Wirbeltieren, Regenwürmern…….(Bodenfauna und Bodenflora)

Schwere Böden (z.B. Lehm-, Tonböden)

Eigenschaften: hoher Tonanteil, Bestandteile können zusammenkleben, hohe Wasserspeicherung, kaum zu bearbeiten, schlechte Luftzufuhr, braucht lange um sich zu erwärmen, reich an Nährstoffen, nimmt organische Substanzen gut an

Bodenverbesserung durch Kalkung im Herbst, regelmäßiges zuführen von organische Substanzen wie Mist, Kompost und Beimischung von Mutterböden. Entwässern durch Drainagen oder Gräben.

Für alle Böden gilt: einseitige und übermäßige Düngung kann das Bodenleben stören. - Bewusst Düngen der Umwelt zuliebe

Eine Bodenanalyse inklusive Düngeempfehlung können Sie bei uns in Auftrag geben.

Download als pdf-Datei:
Entnahmeanleitung und Formular Untersuchungsauftrag

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